Ralf Harner: Glockengeläut
- Glockengeläut
- Schauspiel in 3 Bildern und 5 Szenen (nach Motiven der gleichnamigen Erzählung von Robert Aickman)
- 48 Seiten. Französische Broschur
- 7,50 Euro
- ISBN 978-3-924944-33-9 (1996)
Ein kleines Schauspiel, das in die Tiefe wandert, wo es seltsam wird. Erst leise klingend, dann lauter bricht die Furcht vor dem Unverständlichen hervor, wird in den Alltag einer Hochzeitsreise ein Glockengeläut gesetzt, das uns geheimnisvoll vorantreibt. (...) Glocken werden als Umschreibung der Sphäre gesetzt, die über das menschliche Verständnis hinausgeht. Kirchenglocken? Vielleicht. Die uns seit jeher begleiten. Wo der Nebel der menschlichen Existenz wuchert. Wo die Grenze des Verstandes, der Wissenschaft, der menschlichen Formel einsetzt. Hier wieder verwendet als Umschreibung. Als Vorstellung des Unvorstellbaren. (...) Fragen bleiben. Es gibt keine genaue Beschreibung. Jeder wird die Glocken im Stück anders hören. Keiner wird sie klar deuten können. Es bleiben die Glocken, die den Tod einläuten. Die Glocken, die den Tod aus den Gräbern rufen.
Norbert Sternmut
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Ralf Harner, 1958 in Trier geboren, lebt und arbeitet im Saarland. Erste lyrische Arbeiten seit 1974, ab 1980 folgen Essays, Kurzgeschichten, Erzählungen, Theaterstücke, Monographien und Sachbücher. Derzeitige Arbeitsschwerpunkte sind neben Übersetzungen englisch- und russischsprachiger Lyrik ein Roman. Seit 1984 zahlreiche Gedichtveröffentlichungen, von denen einige ins Englische und Russische übersetzt wurden, in Zeitschriften und Anthologien sowie 9 Buchveröffentlichungen.

