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Ralf Harner: Sibirische Seele

Ralf Harner: Sibirische Seele
  • Ralf Harner
  • Sibirische Seele
  • Poem in 3 Teilen (deutsch/russisch)
  • Ins Russische übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Nikolaj N. Ivanov, St. Petersburg
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  • 48 Seiten. Englische Broschur
  • 8,50 Euro
  • ISBN 978-3-924944-24-7 (1994)
  • Es ist dies eine so ungewöhnliche Konstellation, und die sibirischen Bilder im dritten Teil gelingen dem Dichter so einleuchtend, daß man sich manchmal ertappt, die parallel abgedruckte russische Übersetzung für das Original zu halten (sie hält allerdings nicht an der von Harner konsequent eingehaltenen Odenstrophe des Alkaios fest). Sibirien ist sein Arkadien, dem er sich nächtens nähert, um seiner nach Ganzheitlichkeit strebenden Seele Ruhe zu gewähren.

    OSTEUROPA (Sonderdruck), Stuttgart

  • Das Geheimnis seiner Strophen besteht darin, daß er dieses riesige Land als organische Ganzheit empfindet, als Ergänzung oder sogar Krönung der Seele Russlands. Die 66 Strophen seiner Ode sind einem 66-seitigen Kristall vergleichbar, der die unzähligen Nuancen der Seele Sibiriens auffängt, erfaßt und verständlich macht. Diese Ode (...) könnte für uns ein Zeichen sein, daß die Seelen verschiedener Völker in gegenseitigem Verständnis zueinander finden können.

    Jurij A. Tregubov, Frankfurt a.M.

  • Ralf Harner, 1958 in Trier geboren, lebt und arbeitet im Saarland. Erste lyrische Arbeiten seit 1974, ab 1980 folgen Essays, Kurzgeschichten, Erzählungen, Theaterstücke, Monographien und Sachbücher. Derzeitige Arbeitsschwerpunkte sind neben Übersetzungen englisch- und russischsprachiger Lyrik ein Roman. Seit 1984 zahlreiche Gedichtveröffentlichungen, von denen einige ins Englische und Russische übersetzt wurden, in Zeitschriften und Anthologien sowie 9 Buchveröffentlichungen.

  • Textprobe:

    (...)
    O Baikal! Ozean, der die Muschel trug
    An sein Gestad mit Umai, Beschützerin
    Der Kinderseelen, deren Monde
    Schöpfen Kristalle aus Elementen!

    O Glanz: Wer nie dich wußt’, der hat nie geliebt! –
    Ein Wind zerstäubt mein Haar. Und ich breite aus
    Die Seele wie ein Rosenteppich
    Weit auf dem Wasser und laß sie treiben...

    Hier irgendwo, da wartet (vielleicht schon lang)
    Ein altes Schloß, ein unsagbar ferner Ort...
    Vielleicht im Rauschen jener Quelle,
    Nahe am UIfer in Felsengrüften,

    Die eben ich vernommen... – doch nein! ein Strom
    Wird hier geboren, welcher dem Land vermählt
    In wiederkehrnden Jahreszeiten,
    Ohne die Grenzen gekannt zu haben.
    (...)
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