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Karl-Heinz Schreiber: Irgend

Karl-Heinz Schreiber: Irgend
  • Karl-Heinz Schreiber
  • Irgend
  • Die letzte Lyrik des Jahrtausends
  •  
  • 112 Seiten. Broschur
  • 11,- Euro (RESTE. Nur bei uns zu bestellen!)
  • ISBN 978-3-924944-49-0 (2000)
  • Ja, die Lyrik kann dem heutigen schlimmen Zeitgeist trotzen (...) Und daß Lyrik so etwas KANN, beweist Schreiber selbst. Denn trotz einiger grauer 70er-Jahre-Remineszenzen ist sein Gedichtband ein sprachliches Meisterwerk, eine poetische Leistung. Vielleicht wäre also hier eher durchgängige Groß-Schreibung angebracht und nicht die hier angebotene Kleinschreibung?! Würde ich sagen. Die Gedichte wären es wert.

    Thomas Stemmer

  • Karl-Heinz Schreiber, 1949 geboren, lebt in Goldbach. Seit 1968 veröffentlicht er in diversen Kleinverlagen oder in seiner eigenen Publikations-Initiative AALFAA EnterBraynMent sowie in zahlreichen Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften des Inund Auslands. Er ist neben seiner Tätigkeit als Rezensent und Herausgeber in etlichen Literaturprojekten tätig. Mitglied u.a. in VS, Verband Fränkischer Schriftsteller, Gesellschaft für Zeitgenössische Lyrik, Romanfabrik Frankfurt.

  • Textprobe:

    KLISCHEE IM KONJUNKTIV


    lernen sie heute kennen
    ein klischee im geschenkkarton
    verführung zur leichtfertigkeit
    wo bewegen sie sich denn
    wem wollen sie denn
    angst einjagen mit ihrer
    abgefeimten weltanschauung
    die predigt hat etliche zoten
    freiheit schürt allergien
    schonung ist illusion
    geschmack bräuchte sponsoren
    wen kümmert die choreographie
    jeder irrsinn ist original
    ungefähr hat konjunktur
    antikörper wachsen stur
    wir wünschen uns große verdauung
    und akzeptieren die sterne
    als zeichen für mangelnde definitionen
    und singen lassen wir
    die ungeliebten laufzerstäuber
    wer sich noch heute
    zum konjunktiv bekennt
    dem wäre eventuell
    noch zu helfen
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