Karl Wolff: Taomina
Wollfs Gedichte sind eine extatische Ode an das Leben und die Schönheit der Unvollkommenheit. Mit sprühender Lebensfreude, mal ernsthaft, mal ironisch propagiert der Dichter den Blickwechsel, die andere Sichtweise der Dinge. Den Widersprüchlichkeiten des Seins begegnet er mit dem asiatischen TAO einerseits und mit dem linearen Bewußtsein der westlichen Philosophie andererseits, ohne dabei diese Widersprüche auflösen zu wollen.
Westfälische Nachrichten
Wolff erweist sich als taoistischer Faust, der alle Grenzen überwindet & nach allem Erkenntnisdrang kündet: Kehr in den Augenblick zurück.
KULT
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Karl Wolff wurde 1943 in Schwarzengrund/Schlesien geboren. Nach Kindheit und Jugend in Thüringen verließ er 1961 die DDR. Studium der Slawistik, Germanistik und Philosophie in Marburg und Tübingen. Von 1975 bis 1995 arbeitete er als Lehrer am Städtischen Gymnasium in Ahlen. Seit 1974 lebt er in Münster. Wolff schreibt Lyrik und übersetzt russische Lyrik und Prosa. Bisher 4 Buchveröffentlichungen.
Textprobe:
Demokratischer Solipsist
Niemand war da,
auch ich nicht.
Deshalb blieb ich.
Alle waren da,
auch ich nicht.
Deshalb blieb ich nicht.
Alle waren da,
auch ich.
Deshalb ging ich wieder.

